Kurz gesagt: Kies ist natürlich abgerundetes Rundkorn, das durch fließendes Wasser geschliffen wurde, Schotter dagegen maschinell gebrochenes Kantkorn aus dem Steinbruch. Schotter mit Nullanteil (0/32, 0/45) verzahnt sich beim Verdichten und trägt Lasten, ideal als Tragschicht unter Pflaster und Einfahrten. Kies ohne Feinanteil (8/16, 16/32) leitet Wasser ab und eignet sich für Drainagen und Zierbeete; als Betonzuschlag nehmen Sie Kies 0/16, der den Sand bereits enthält. Faustregel: tragen heißt Schotter, entwässern heißt Kies.
Kies & Schotter aus Kassel
Sie wissen jetzt, welches Material Sie brauchen? Wir liefern Kies und Schotter lose per Kipper rund 80 km um Kassel, in der Regel innerhalb von 2 bis 5 Werktagen, bei lagernder Ware oft auch schneller.
Kies und Schotter werden im Alltag oft synonym verwendet, doch es handelt sich um zwei grundverschiedene Materialien mit unterschiedlichen Eigenschaften und Einsatzbereichen. Wer das falsche Material wählt, riskiert instabile Unterbauten, rutschige Wege oder unnötig hohe Kosten. Welches von beiden Sie brauchen, hängt fast immer von der Körnung und vom Einsatzzweck ab, von der verdichteten Tragschicht bis zur Drainage.
Was ist der Unterschied zwischen Kies und Schotter?
Der Unterschied zwischen Kies und Schotter liegt in der Form der einzelnen Körner, und damit in ihrer Entstehung:
Kies (Rundkorn) entsteht auf natürliche Weise. Über Jahrtausende werden Gesteinsbrocken durch fließendes Wasser transportiert, dabei aneinander gerieben und abgerundet. Das Ergebnis sind glatte, runde bis ovale Körner. Kies wird in Kiesgruben oder Flussbetten abgebaut und anschließend nach Korngrößen sortiert.
Schotter (Brechkorn) wird künstlich hergestellt. Großes Gestein wird in einem Steinbruch gesprengt oder abgebaut und anschließend in einem Brecher mechanisch zerkleinert. Dadurch entstehen kantige, scharfkantige Körner mit rauen Bruchflächen. Schotter wird häufig auch als Splitt oder Brechkorn bezeichnet, je nach Korngröße. In der Region Kassel und Hessen wird Schotter vor allem für Tragschichten unter Pflasterflächen und Einfahrten verwendet, da er sich durch die scharfen Kanten besonders gut verdichten lässt.
| Kies (Rundkorn) | Schotter (Brechkorn) | |
|---|---|---|
| Entstehung | Natürlich abgerundet (Wasser) | Maschinell gebrochen (Steinbruch) |
| Kornform | Rund, glatt | Kantig, raue Bruchflächen |
| Verdichtbarkeit | Gering (Körner rollen ab) | Sehr gut (Kanten verzahnen sich) |
| Wasserdurchlässigkeit | Sehr gut, ideal für Drainage | Gut; 0/x-Körnungen weniger |
| Tragfähigkeit | Gering | Hoch, für befahrbare Flächen |
| Gewicht pro m³ | ca. 1,5 Tonnen, je nach Körnung bis etwa 1,7 | ca. 1,6-1,8 Tonnen |
| Typischer Einsatz | Drainage, Zierbeete, Beton | Tragschicht, Unterbau, Einfahrt |
Kornform und Tragfähigkeit, warum das Material entscheidend ist
Die Kornform bestimmt, wie sich das Material unter Belastung verhält:
- Schotter verzahnt sich: Die kantigen Körner greifen ineinander und bilden eine stabile, tragfähige Schicht. Deshalb wird Schotter für Unterbauten, Tragschichten und überall dort eingesetzt, wo Stabilität gefragt ist.
- Kies rollt ab: Die runden Körner gleiten aneinander vorbei und lassen sich leicht verschieben. Kies verdichtet sich nicht so stark wie Schotter und ist daher wasserdurchlässiger, ideal für Drainage und Dekoration.
Faustregel: Wo Stabilität gebraucht wird, kommt Schotter zum Einsatz. Wo Wasser durchfließen oder eine dekorative Fläche entstehen soll, ist Kies die richtige Wahl.
Drainage: Kies oder Schotter?
Für die Drainage, sei es rund ums Haus oder im Garten, ist Kies die klar bessere Wahl. Der Grund liegt in der Kornform: Runde Körner ohne Feinanteil lassen Wasser schnell und gleichmäßig durchfließen und verstopfen nicht. Schotter mit Nullanteil (z.B. 0/32) gehört dagegen nicht als Packung um das Drainagerohr, weil der Sand im Nullanteil die Hohlräume füllt. Als Frostschutz- oder Tragschicht ist er trotzdem wasserdurchlässig, weil das Feinstkorn unter 0,063 mm auf wenige Prozent begrenzt ist, und leitet eindringendes Wasser über das Gefälle des Planums ab.
- Sickerschicht ohne Rohr, etwa neben Terrasse oder Pflaster: Kies 8/16, ausreichend grob, kein Feinanteil, gute Wasserführung (unter dem Pflaster selbst liegt verdichteter Schotter)
- Drainagerohr umhüllen: bei der Hausdrainage nach DIN 4095 gewaschener Kies 8/16, mindestens 10 cm unter und allseitig über dem Rohr, bei Gartendrainagen auch 16/32; die ganze Kiespackung in Filtervlies einschlagen, das verhindert Einschlämmen
- Drainagegraben Garten: Kies 8/16 oder 16/32, wasserdurchlässig, langlebig, wartungsarm
- Sickergrube / Sickerschacht: Kies 16/32 oder 32/56, grobe Körnung für maximale Versickerung
- Nicht als Packung um das Drainagerohr: Schotter 0/32 oder 0/45, der Sand im Nullanteil füllt die Hohlräume
Ausführliche Informationen zum gesamten Drainageaufbau finden Sie im Ratgeber Drainage verlegen.
Kies oder Schotter als Unterbau?
Als Unterbau, also die tragende Schicht unter Pflaster, Betonplatten, Wegen oder Terrassen, ist Schotter die richtige Wahl. Speziell Schotter mit Nullanteil (0/32 oder 0/45): Das Gemisch aus feinen und groben Körnern verdichtet sich mit einer Rüttelplatte zu einer stabilen, lastverteilenden Schicht. Rundkies ohne Feinanteil hingegen verdichtet sich kaum und würde unter Belastung nachgeben.
- Unterbau Pflasterfläche ohne Fahrzeugverkehr (Terrasse, Weg): mindestens 20 cm Schotter 0/32 oder 0/45, gut verdichtet; wie viel genau, hängt vom gesamten Aufbau, vom Boden und von der Frosteinwirkungszone ab
- Frostschutzschicht Einfahrt: Schotter 0/45 unter mindestens 15 cm Tragschicht 0/32, zusammen in Frosteinwirkungszone II zum Beispiel rund 33 cm auf gering frostempfindlichem Boden und rund 43 cm auf Lehmboden; der Nullanteil bindet, grobkörnig genug für Frostsicherheit
- Unterbau Gartenweg mit loser Kies- oder Splittdecke (leichte Last): Schotter 0/32 in 10 bis 15 cm, reicht für Fußgängerbelastung; unter Pflaster oder Platten gelten mindestens 20 cm
- Fundamentverfüllung: Schotter 0/32 oder RC-Schotter, günstig und stabil
- Nicht als Unterbau geeignet: Kies 8/16 oder 16/32, rollt unter Last weg, keine Verdichtung möglich
Unterbau = Schotter mit Nullanteil (0/32 oder 0/45). Drainage = Kies ohne Feinanteil (8/16 oder 16/32). Diese Faustregel gilt für 90 % aller Hausprojekte.
Kies oder Schotter für die Einfahrt?
Eine Einfahrt besteht aus mehreren Schichten, und jede hat ihre optimale Materialwahl:
- Schicht 1, Frostschutz: Schotter 0/45, grobkörnig, verhindert Frostschäden; mit Schicht 2 zusammen in Frosteinwirkungszone II zum Beispiel rund 33 cm (gering frostempfindlicher Boden) bis 43 cm (Lehm-, Schluff- oder Lössboden)
- Schicht 2, Tragschicht (mindestens 15 cm): Schotter 0/32, verdichtet sich optimal, verteilt Fahrzeuglasten
- Schicht 3, Bettung (3 bis 5 cm, Regel 4 cm verdichtet): gebrochenes Brechsand-Splitt-Gemisch 0/5, bei uns Basaltgrus 0/5, saubere Auflage für das Pflaster
- Abdeckung, Pflaster oder Schotter-Deckschicht: Pflastersteine nach Wahl, oder alternativ grober Schotter 16/32 als Schotterfläche
Für eine reine Schottereinfahrt (ohne Pflaster) eignet sich Schotter 0/32 als Deckschicht gut: Er verdichtet sich fest, sieht sauber aus und ist preisgünstig. Kies wird für Einfahrten nicht empfohlen, er rollt unter Reifen weg und bildet keine stabile Oberfläche. Bei lehmigen Böden in Hessen empfehlen wir zudem ein Geotextil als Trennschicht unter dem Schotter, damit Feinerde nicht aufsteigt.
Mehr zur Einfahrt: Einfahrt pflastern, Unterbau, Körnung & Aufbau für Kassel
Körnungen von Kies und Schotter, welche Größe für welchen Zweck?
Die Körnung gibt an, welchen Durchmesser die einzelnen Körner haben. Die Angabe erfolgt immer als Bereich, z.B. 8/16 bedeutet, dass die Körner zwischen 8 und 16 Millimeter groß sind. Hier die gängigsten Körnungen und ihre Einsatzbereiche:
Kies-Körnungen
- Kies 2/8: Feiner Zierkies für Beete und Vorgärten, nicht als Pflasterbettung, dafür gehört gebrochenes Material ins Bett.
- Kies 8/16: Der Allrounder. Perfekt für Drainage, Gartengestaltung und als Filterkies.
- Kies 16/32: Gröberer Kies für Drainagen, Sickerschächte und als Füllmaterial.
- Kies 32/56: Grober Kies für Sickerschächte und Böschungssicherung. Für Gabionen ist er zu fein, er fällt durch die üblichen Maschen, und ohne Feinanteil gehört er auch nicht in die Tragschicht.
Schotter- und Splitt-Körnungen
- Splitt 2/5: Feiner Splitt als Bettung unter Terrassenplatten und Gehwegpflaster, zum Streuen im Winter oder als Fugensplitt für Pflasterflächen. Unter befahrenen Pflasterflächen nehmen Sie ein Brechsand-Splitt-Gemisch 0/5, das anders als Sand nicht ausgeschwemmt wird.
- Splitt 5/8: Für Wegedecken und Beete, nicht als Pflasterbettung.
- Schotter 0/32: Die klassische Tragschicht unter Pflasterflächen, Terrassen und Wegen. Das Gemisch aus feinen und groben Körnern verdichtet sich besonders gut.
- Schotter 0/45: Frostschutzschicht für Einfahrten und Straßen. Die grobe Körnung verhindert Frostschäden.
- Schotter 32/56: Für den Unterbau von Gleisen, schwer belasteten Flächen und als Sickerschicht ohne Rohr.
Einsatzbereiche von Kies und Schotter in Kassel, ein Überblick
Damit Sie auf einen Blick sehen, welches Material wofür geeignet ist. Alle Schüttgüter führen wir bei Baustoffe Steinbach ab Lager in Kassel:
- Einfahrt (Unterbau): Schotter 0/45 als Frostschutz, darauf Schotter 0/32 als Tragschicht
- Pflasterbettung: Splitt 2/5 unter Terrasse und Weg, Brechsand-Splitt-Gemisch 0/5 unter der Einfahrt
- Drainage: Kies 8/16 oder 16/32, mehr dazu im Ratgeber Drainage verlegen
- Gartenweg: Schotter 0/32 als Unterbau, Splitt oder feiner Kies als Deckschicht, Tipps im Ratgeber Gartenweg anlegen
- Zierflächen und Beete: Kies 8/16 oder 16/32 in gewünschter Farbe
- Betonherstellung: Kies 0/16 als Zuschlag, oder Sand 0/4 mit Kies 2/8 und 8/16 getrennt abgemessen
- Gabionen: Schotter oder Bruchsteine 60/120 oder 80/150
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Kies und Schotter berechnen, wie viel Material brauche ich?
Die Berechnung ist einfach: Fläche (in m²) multipliziert mit der gewünschten Schichtdicke (in Metern) ergibt das benötigte Volumen in Kubikmetern. Da Kies und Schotter jedoch nach Gewicht verkauft werden, müssen Sie das Volumen noch in Tonnen umrechnen. Nutzen Sie dafür unseren kostenlosen Materialrechner. Als Faustregel gilt:
- 1 m³ Kies wiegt ca. 1,5 Tonnen, je nach Körnung, Herkunft und Feuchte bis etwa 1,7
- 1 m³ Schotter wiegt ca. 1,6 bis 1,8 Tonnen, Warenkorb und Rechner rechnen mit 1,7
Ein Beispiel: Für eine Tragschicht von 20 cm auf einer Fläche von 30 m² benötigen Sie 30 × 0,20 = 6 m³ Schotter, lose gerechnet rund 10 Tonnen (6 × 1,7). Weil die Schicht beim Verdichten zusammengeht, schlagen Sie 25 % auf und bestellen rund 12,8 Tonnen. Unsere Fachberater bei Baustoffe Steinbach helfen Ihnen gerne bei der genauen Berechnung.
Praxistipp: Kiesbett anlegen, Aufbau, Vlies und die richtige Körnung
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Fazit: Kies oder Schotter, die richtige Wahl fürs Projekt
Kies und Schotter erfüllen unterschiedliche Aufgaben: Schotter mit seiner kantigen Struktur trägt Lasten und verzahnt sich beim Verdichten, ideal für Tragschichten und befahrbare Flächen. Kies eignet sich durch seine runde Form und gute Wasserdurchlässigkeit hervorragend für Drainagen, Zierbeete und dekorative Anwendungen.
Bei Baustoffe Steinbach in Kassel erhalten Sie Schotter und Kies in allen gängigen Körnungen, lose oder im Big Bag. Unser Team hilft Ihnen, die richtige Sorte und Menge für Ihr Projekt zu wählen. Jetzt Angebot anfragen.