Kostenloser Unterbau-Assistent
Wählen Sie Ihr Projekt und Ihren Boden, und Sie erhalten den frostsicheren Schichtaufbau mit Materialberechnung nach ZTV-Wegebau und RStO.
Heiligenröder Straße 47, 34123 Kassel
info@baustoffe-steinbach.com
www.baustoffesteinbach.com
Unterbau-Assistent
In 3 Schritten zum perfekten Unterbau: Projekt wählen, Boden angeben, Fläche eingeben, fertig.
Wichtige Hinweise
Der richtige Unterbau: Grundlage für langlebige Pflasterflächen
Ein fachgerechter Unterbau ist das A und O für jede gepflasterte Fläche. Ob Einfahrt, Terrasse oder Gartenweg: Ohne den richtigen Schichtaufbau drohen Setzungen, Frostschäden und Pfützenbildung. Unser kostenloser Unterbau-Assistent berechnet den frostsicheren Aufbau nach der ZTV-Wegebau der FLL, bei LKW-Verkehr nach der RStO (Fassung 2024), und berücksichtigt dabei sowohl die geplante Belastung als auch die Frostempfindlichkeit Ihres Bodens.
Warum ist der Unterbau so wichtig?
Der Unterbau erfüllt mehrere entscheidende Funktionen: Er verteilt die Lasten gleichmäßig auf den Baugrund, schützt vor Frostschäden durch kapillarbrechende Schichten und gewährleistet die Entwässerung. Ein zu dünner oder falsch aufgebauter Unterbau führt unweigerlich zu Schäden an der Pflasterfläche. Absackungen, verschobene Steine und Stolperfallen sind die Folge.
Frosttiefe und Frostschutz in der Region Kassel
Pflaster- und Plattenflächen werden nicht bis unter die Frostgrenze gegründet, die frostfreie Tiefe von rund 80 cm gilt nur für Fundamente. Die Frostschutzschicht schützt den Unterbau vor Frosthebungen, indem sie das Kapillarwasser unterbricht. Maßgeblich ist die Mindestdicke des frostsicheren Oberbaus, gemessen von der Oberfläche, also Belag, Bettung und verdichtete Tragschichten zusammen: für begehbare Flächen 27 cm auf frostsicherem Boden und 30 cm auf frostempfindlichem Boden, für PKW-Flächen 30, 40 oder 50 cm je nach Frostempfindlichkeit des Bodens, bei regelmäßigem LKW-Verkehr auf Lehm-, Schluff- oder Lössboden 60 cm. In Frosteinwirkungszone II kommen 5 cm hinzu, in Zone III 15 cm. Ist die oberste Tragschicht keine Schottertragschicht, sondern eine Kiestragschicht aus kornabgestuftem Kies-Sand-Gemisch 0/32 (kein gewaschener Rundkies) oder eine Frostschutzschicht, kommen weitere 5 cm hinzu; auf Flächen für gelegentliche Lieferfahrzeuge bis 20 t (N3) darf eine Frostschutzschicht nicht die oberste Tragschicht sein.
Der Schichtaufbau im Detail
- Erdreich (Planum): Der verdichtete und profilierte Untergrund bildet die Basis. Das Planum muss bereits das spätere Gefälle aufweisen.
- Frostschutzschicht (Schotter 0/45): Die unterste Schicht schützt vor Frosthebungen; sie ist wasserdurchlässig und leitet eindringendes Wasser über das Gefälle des Planums ab. Material: Schotter 0/45 mm, lagenweise eingebaut und verdichtet. Bliebe eine der beiden Schichten dünner als 15 cm, bauen Sie beide zusammen als eine Tragschicht aus Schotter 0/32 ein.
- Tragschicht (Schotter 0/32): Verteilt die Verkehrslasten gleichmäßig. Material: Schotter 0/32 mm, verdichtet auf mindestens 98 % Proctordichte.
- Bettung (Splitt 2/5 oder Brechsand-Splitt 0/5): Die Ausgleichsschicht für die Pflastersteine. Material: Splitt 2/5 bei Terrasse und Weg, bei befahrenen Flächen ein Brechsand-Splitt-Gemisch 0/5 (bei uns Basaltgrus 0/5); 3 bis 5 cm, Richtwert 4 cm, abgezogen und nicht vorverdichtet.
- Pflasterdecke: Die oberste Schicht aus Beton- oder Natursteinpflaster, je nach Belastungsklasse 6-10 cm stark.
Bodenverhältnisse beachten
Die Tragfähigkeit des Bodens bestimmt maßgeblich die erforderliche Dicke des Unterbaus. Sand- und Kiesböden ohne nennenswerten Feinanteil sind gut tragfähig, wasserdurchlässig und nicht frostempfindlich: Hier genügt der Grundwert. Lehmböden sind frostempfindlich und brauchen einen dickeren frostsicheren Aufbau, bei Terrasse und Weg 3 cm mehr, bei der PKW-Einfahrt 20 cm mehr als auf Sandboden. Tonböden stauen zusätzlich Wasser und neigen zu Frosthebungen: Der Assistent rechnet sie wie Lehmboden mit dem höheren Wert für frostempfindliche Böden und empfiehlt eine zusätzliche Drainage.
Die Regelwerke für den Unterbau
Schichtdicken für private Flächen regelt die ZTV-Wegebau der FLL, für öffentliche Straßen die RStO (Fassung 2024). Eine private PKW-Einfahrt ist Nutzungskategorie N2: frostsicherer Oberbau mindestens 30 cm (F1), 40 cm (F2) bzw. 50 cm (F3), in Frosteinwirkungszone II plus 5 cm, in Zone III plus 15 cm. Ein Hof, auf den gelegentlich Lieferfahrzeuge bis 20 t fahren, ist N3: mindestens 32 cm auf Sand- oder Kiesboden (F1), sonst dieselben Dicken wie N2, und die oberste Tragschicht darf keine Frostschutzschicht sein. Die ATV DIN 18318 regelt Pflasterdecke, Bettung, Fugen und Einfassungen, nicht die Dicke der Tragschichten; die ZTV Pflaster-StB (Ausgabe 2020) gilt für Pflaster im Straßenbau. Unser Unterbau-Assistent orientiert sich an diesen Vorgaben und rechnet als Beispiel mit Frosteinwirkungszone II. Bei Fragen zur fachgerechten Ausführung beraten wir Sie gerne unter 0561 / 52 20 51.
Materialien für Ihren Unterbau bei Steinbach
Bei Baustoffe Steinbach in Kassel erhalten Sie alle Materialien für einen fachgerechten Unterbau: Schotter in verschiedenen Körnungen (0/32, 0/45), Splitt 2/5 und Basaltgrus 0/5 für die Bettung sowie passendes Pflaster über unseren Pflaster-Konfigurator. Nutzen Sie auch unseren Materialrechner, den Gefälle-Rechner und den Ratgeber zum Thema Einfahrt pflastern.
Materialien & Ratgeber für Ihren Unterbau
Schotter 0/32 und 0/45
Frostsicherer Unterbau für Einfahrten, Wege und Terrassen, in losen Mengen ab 1 t.
ProduktKies für Drainage
Runder Kies 8/16 und 16/32 für die Packung um das Drainagerohr.
ProduktBettungssplitt
Edelsplitt 2/5 oder Brechsand-Splitt-Gemisch 0/5 für die Bettung unter Pflaster und Platten.
RatgeberPflastersteine verlegen
Schichten, Verdichtung und Gefälle, der komplette Leitfaden.
RatgeberTerrasse bauen
Richtiger Unterbau für Betonplatten, Naturstein und Holz.
RatgeberProfi-Tipp: Pflaster verlegen
Häufige Fehler beim Unterbau und wie Sie sie von Anfang an vermeiden.
Häufige Fragen
Maßgeblich ist der gesamte frostsichere Aufbau aus Schotter, Bettung und Pflaster, gemessen von der Oberkante bis zum Planum. Für Terrassen und Fußwege (ZTV-Wegebau N1) sind das mindestens 27 cm auf Sand- oder Kiesboden und 30 cm auf Lehm- oder Tonboden, darin mindestens 20 cm verdichteter Schotter 0/32 oder 0/45 und rund 4 cm Splitt 2/5 als Bettung. Für Pkw-Einfahrten (N2) sind es mindestens 30 cm auf nicht frostempfindlichem Sand- oder Kiesboden, 40 cm auf gering frostempfindlichem Boden und 50 cm auf Lehm-, Schluff- oder Lössboden; nach Abzug von 8 cm Pflaster und 4 cm Bettung aus Brechsand-Splitt 0/5 bleibt der Rest für Frostschutz- und Tragschicht. In Frosteinwirkungszone II kommen jeweils 5 cm hinzu, in Zone III 15 cm.
In Regionen mit Frost (wie Hessen) kann Wasser im Boden gefrieren und Pflaster anheben. Eine Frostschutzschicht aus verdichtetem, frostunempfindlichem Schotter verhindert das. Gegründet wird Pflaster dabei nicht bis unter die Frostgrenze: Maßgeblich ist die Mindestdicke des frostsicheren Oberbaus aus Belag, Bettung und Schotter, für Terrassen und Wege 27 bis 30 cm, für PKW-Flächen 30 bis 50 cm je nach Boden, in Frosteinwirkungszone II jeweils 5 cm mehr. Die frostfreie Tiefe von rund 80 cm gilt nur für Fundamente.
Für Tragschichten eignet sich Schotter 0/32 oder 0/45 mit Feinanteil, er verdichtet sich besser als reiner Kies und bleibt trotzdem wasserdurchlässig, weil das Feinstkorn auf wenige Prozent begrenzt ist. Rundkies ohne Feinanteil gehört nicht in die Trag- oder Frostschutzschicht; Kies 8/16 oder 16/32 im Filtervlies nehmen Sie für die Packung um ein Drainagerohr.
Schotter wird lagenweise eingebaut (max. 15 cm) und mit einer Rüttelplatte verdichtet. Ohne Verdichtung sackt das Pflaster ab. Für größere Flächen empfehlen wir eine Rüttelplatte von mindestens 80 kg.