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Eine eigene Terrasse ist der Traum vieler Hausbesitzer – ein Ort zum Entspannen, Grillen und Genießen. Ob Sie eine neue Terrasse anlegen oder eine alte erneuern möchten: Mit der richtigen Planung und den passenden Materialien schaffen Sie eine langlebige Fläche, an der Sie viele Jahre Freude haben. Dieser Ratgeber führt Sie Schritt für Schritt durch den gesamten Prozess – von der Planung bis zur letzten Fuge.

Schritt 1: Planung und Materialwahl

Bevor Sie den ersten Spatenstich machen, sollten Sie einige grundlegende Fragen klären: Wie groß soll die Terrasse werden? Welche Himmelsrichtung bietet sich an? Und welcher Belag passt zu Ihrem Haus und Budget?

Bei der Materialwahl stehen Ihnen mehrere Optionen zur Verfügung:

  • Betonplatten und -pflaster: Die wirtschaftlichste Lösung. Moderne Betonsteine gibt es in vielen Farben und Formaten, von klassisch bis täuschend echten Naturstein-Imitaten. Robust, pflegeleicht und in vielen Preisklassen verfügbar.
  • Naturstein: Granit, Basalt, Travertin oder Sandstein – jeder Stein hat seinen eigenen Charakter. Naturstein ist langlebig und wird mit der Zeit sogar noch schöner, liegt aber preislich höher als Betonsteine.
  • Feinsteinzeug: Keramikplatten für den Außenbereich. Extrem pflegeleicht, kratzfest und in vielen Designs erhältlich – von Holzoptik bis Beton-Look. Ideal für moderne Terrassen.
Terrasse aus Naturstein

Schritt 2: Fläche abstecken und ausheben

Stecken Sie die Terrasse mit Schnüren und Holzpflöcken ab. Planen Sie ringsum 20 bis 30 Zentimeter mehr ein als die fertige Terrasse groß sein soll – dieser Platz wird für die Randeinfassung benötigt. Heben Sie den Boden auf die erforderliche Tiefe aus. In Kassel und Nordhessen empfehlen wir wegen der Frostgefahr eine Gesamttiefe von etwa 40 bis 50 Zentimetern:

  • 25-30 cm Frostschutz- und Tragschicht
  • 3-5 cm Pflasterbett (Splitt oder Brechsand)
  • 3-8 cm Belag (je nach Materialstärke)

Schritt 3: Unterbau anlegen

Der Unterbau ist das Fundament Ihrer Terrasse und entscheidet über deren Langlebigkeit. Füllen Sie Schotter 0/32 lagenweise ein (jeweils ca. 10-15 cm) und verdichten Sie jede Lage mit einer Rüttelplatte. Die Tragschicht muss bereits das spätere Gefälle aufweisen.

Das Gefälle ist entscheidend: Planen Sie ein Gefälle von 2 bis 2,5 Prozent vom Haus weg ein. Das entspricht 2 bis 2,5 Zentimetern pro Meter. So fließt Regenwasser zuverlässig von der Hauswand ab und es bilden sich keine Pfützen auf der Terrasse.

Schritt 4: Randeinfassung setzen

Bevor der Belag verlegt wird, braucht die Terrasse eine stabile Randeinfassung. Diese verhindert, dass die Platten oder Steine am Rand ausweichen. Setzen Sie Rasenkantensteine, Tiefbordsteine oder Palisaden auf ein Fundament aus Magerbeton. Die Oberkante der Einfassung sollte bündig mit dem späteren Belag abschließen oder leicht darüber liegen.

Schritt 5: Pflasterbett und Belag verlegen

Auf die verdichtete Tragschicht kommt das Pflasterbett – eine 3 bis 5 Zentimeter dicke Schicht aus Splitt (Körnung 2/5 oder 2/8) oder Brechsand. Ziehen Sie diese Schicht mit einer Abziehschiene gleichmäßig ab. Wichtig: Das Pflasterbett wird nicht verdichtet, sondern nur abgezogen.

Verlegen Sie nun den Belag Ihrer Wahl. Beginnen Sie an der Hauswand und arbeiten Sie sich nach außen vor. Halten Sie gleichmäßige Fugenabstände ein – je nach Material 3 bis 5 Millimeter. Bei großformatigen Platten empfehlen wir Fugenkreuze als Abstandhalter.

Schritt 6: Abrütteln und Verfugen

Ist der Belag komplett verlegt, wird die Fläche mit einer Rüttelplatte (mit Gummimatte zum Schutz der Oberfläche) abgerüttelt. Dadurch setzen sich die Steine gleichmäßig ins Bett. Anschließend werden die Fugen mit Fugensand oder Fugensplitt gefüllt. Kehren Sie das Material diagonal zu den Fugen ein und wässern Sie abschließend die Fläche leicht.

Alternativ gibt es gebundene Fugensysteme auf Harz- oder Zementbasis, die das Wachstum von Unkraut in den Fugen verhindern. Diese sind zwar teurer, reduzieren aber den Pflegeaufwand erheblich.

Materialliste für eine 20 m² Terrasse

Als Orientierung hier eine beispielhafte Materialliste für eine Terrasse von 20 Quadratmetern:

  • Schotter 0/32 für Tragschicht: ca. 6 m³ (10 Tonnen)
  • Splitt 2/5 für Pflasterbett: ca. 1 m³ (1,6 Tonnen)
  • Terrassenplatten: 20 m² plus 5-10 % Verschnitt
  • Rasenkantensteine: ca. 18 laufende Meter
  • Magerbeton für Randeinfassung: ca. 3-4 Säcke
  • Fugensand oder Fugensplitt: ca. 50-80 kg
  • Geotextil (optional): 22 m²

Die genauen Mengen hängen von der Aufbauhöhe und Ihrem konkreten Projekt ab. Unser Team bei Baustoffe Steinbach berechnet Ihnen gerne die exakte Menge und erstellt ein individuelles Angebot.

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