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▶ Tipp der Woche Pflasterarbeiten

Tipp der Woche: Epoxid-Fugenmörtel, unkrautfrei und dauerhaft, so geht's

· 4 Min. Lesezeit · Fachredaktion Baustoffe Steinbach

Kurz gesagt: Epoxidharzfugenmörtel härtet in der Fuge fest aus, sodass laut Hersteller kein Unkraut mehr aus dem Untergrund durchwächst und Ameisen keinen losen Sand mehr finden. Räumen Sie die Fugen mindestens 3 cm tief aus, nässen Sie die gereinigte Fläche intensiv vor, mischen Sie dann den 2K-Mörtel (Komponente A und B), schlämmen Sie ihn diagonal ein und kehren Sie die Reste nach etwa 10 bis 15 Minuten ab. Temperatur und Mindestfugenbreite stehen im Merkblatt des Herstellers, bei den gängigen 2K-Mörteln ab 3 mm Fugenbreite. Das Ergebnis hält in der Regel 10-15 Jahre.

Epoxid-Fugenmörtel für unkrautfreie Pflasterfugen, Baustoffe Steinbach Kassel

Normaler Fugensand ist offen und durchlässig: Eine frisch verlegte Pflasterfläche sieht tadellos aus, doch einen Frühling später wächst das Unkraut wieder durch jede Fuge, Moos siedelt sich an und Ameisen bauen ihre Nester in den Sand. Eine dauerhafte Lösung ist Epoxidharzfugenmörtel. Er härtet in der Fuge fest aus und verhindert laut Hersteller den Durchwuchs aus dem Untergrund. Dieser Tipp der Woche zeigt die Anwendung Schritt für Schritt.

1. Das Problem: Warum wächst Unkraut immer wieder?

In normale Pflasterfugen weht der Wind ständig Samen und Staub ein. Moos und Algen benötigen nur minimale Mengen an Erde und Feuchtigkeit, um sich festzusetzen. Wer jedes Jahr mit dem Fugenkratzer nacharbeitet, kämpft gegen ein Symptom, nicht gegen die Ursache. Hinzu kommen Fugenauswaschungen durch Regen, die den Sand herausschwemmen und die Fugen immer offener werden lassen.

Typische Probleme bei offenen Fugen:

  • Unkraut und Moos in den Fugen (jährlich wiederkehrend)
  • Ameisennester im Fugensand
  • Auswaschung des Fugensands durch starken Regen
  • Absenken einzelner Pflastersteine durch Hohlstellen

Epoxidharzfugenmörtel löst diese Probleme auf einmal und dauerhaft. Ganz ohne Pflege geht es aber nicht: Samen keimen auch in Laub und Erde, die sich auf der Fuge ablagern. Kehren Sie die Fläche deshalb regelmäßig und reinigen Sie die Fugen ein oder zwei Mal im Jahr. Mehr zum Thema Unkraut in Pflasterfugen finden Sie in unserem Beitrag Unkraut in der Pflasterfuge, was wirklich hilft.

Fugensand wechseln: Fugensand erneuern, wann es nötig ist und wie man es richtig macht

2. Vorbereitung: Die Fugen richtig reinigen

Der wichtigste Schritt vor dem Epoxid-Verfugen ist die gründliche Reinigung. Halbherzige Vorbereitung kostet das Ergebnis, der Mörtel haftet nur an sauberen, tief genug ausgeräumten Fugenflanken wirklich dauerhaft.

  • Schritt 1, Alten Fugensand entfernen: Mit einem Fugenkratzer oder einer Fugenfräse den alten Sand vollständig aus den Fugen kratzen, mindestens 3 cm tief
  • Schritt 2, Unkraut und Moos entfernen: Bewuchs vollständig herausziehen oder, wo der Hersteller der Steine es zulässt, mit Hochdruck abspritzen
  • Schritt 3, Hochdruckreiniger: Die gesamte Fläche inkl. Fugen mit dem Hochdruckreiniger durchspülen, um losen Schmutz und Reste zu entfernen, sofern der Hersteller der Steine ihn zulässt; sonst mit Wasser und Bürste
  • Schritt 4, Fläche vornässen: Das ist entscheidend. Die gängigen wasseremulgierbaren 2K-Mörtel wie Rompox D1 brauchen eine vorgenässte Fläche, keine trockene. Nässen Sie Steine und Fugen direkt vor dem Einschlämmen intensiv vor und vermeiden Sie stehendes Wasser in den Fugen

Tipp: An den Plattenrändern hilft Abklebeband, um Verunreinigungen auf der Plattenoberfläche zu vermeiden, besonders bei hellen oder strukturierten Belägen.

Profi-Tipp: Halten Sie sich an das technische Merkblatt Ihres Mörtels. Rompox D1 wird bei 0 bis 30 °C verarbeitet, trendyPOX EP 600 F bei einer Untergrundtemperatur über 5 °C bis höchstens 25 °C, und Kälte verlängert die Aushärtung. Nässen Sie die Fläche vor, schützen Sie die frische Fuge aber mindestens 24 Stunden vor Regen.

3. Verarbeitung: 2K Epoxidfugenmörtel richtig einschlämmen

2K bedeutet: zwei Komponenten. Vor der Verarbeitung werden Komponente A (Kunstharzbasis) und Komponente B (Härter) laut Herstellerangabe miteinander vermischt. Nach dem Mischen beginnt eine Topfzeit, die Masse muss innerhalb dieser Zeit vollständig verarbeitet sein.

  • Mischen: A+B-Komponenten im angegebenen Verhältnis in einen sauberen Behälter geben und mit einem Rührwerk gleichmäßig vermischen
  • Einschlämmen: Den Fugenmörtel auf die gut vorgenässte Fläche geben, mit einem Gummischieber verteilen und in die Fugen einarbeiten
  • Abkehren: Nach etwa 10 bis 15 Minuten die Mörtelreste mit dem Besen diagonal zur Fuge von der Oberfläche kehren, das ist zeitkritisch
  • Aushärten: Die frische Fuge mindestens 24 Stunden vor Regen schützen. Bei 20 °C ist die Fläche nach 24 Stunden begehbar, befahrbar und voll belastbar erst nach 6 bis 7 Tagen

Die Mindestfugenbreite richtet sich nach dem Produkt: Die 2K-Epoxidmörtel Rompox D1 (bei uns auf Lager) und trendyPOX EP 600 F sind ab 3 mm Fugenbreite freigegeben, bei mindestens 30 mm Fugentiefe. Enge Terrassenfugen unter 3 mm schließen Sie deshalb mit einem dafür freigegebenen Polymerfugensand, etwa trendystone PolymerFugenSand für Fugen von 1 bis 10 mm, nicht mit diesen 2K-Mörteln.

4. Video-Tipp: Epoxidharzfugenmörtel in der Praxis

Unser Partner Trendy-Bau zeigt im folgenden Video genau, wie Epoxidharzfugenmörtel verarbeitet wird, von der Vorbereitung der Fugen bis zum fertigen, unkrautfreien Ergebnis.

Video-Tipp von Trendy-Bau (YouTube)

5. Die wichtigsten Tipps auf einen Blick

  • Fläche vornässen, die gängigen 2K-Mörtel brauchen eine feuchte Fläche ohne stehendes Wasser; die frische Fuge mindestens 24 Stunden vor Regen schützen
  • Temperatur laut Merkblatt, bei Rompox D1 0 bis 30 °C, bei trendyPOX EP 600 F Untergrund über 5 °C bis höchstens 25 °C; Kälte verlängert die Aushärtung
  • Fugenbreite ab 3 mm, bei mindestens 30 mm Fugentiefe; engere Fugen mit Polymerfugensand schließen
  • Abklebeband an Plattenrändern, schützt empfindliche Oberflächen vor Verunreinigungen
  • Topfzeit beachten, nach dem Mischen zeitnah verarbeiten, nicht zu große Mengen auf einmal anmischen
  • Rechtzeitig abkehren, nach etwa 10 bis 15 Minuten diagonal zur Fuge, nicht mit Wasser abspülen

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Fazit: Epoxid-Fugenmörtel, einmal machen, dauerhaft fertig

Wer seine Pflasterfugen einmal mit 2K Epoxidharzfugenmörtel schließt, hat jahrelang Ruhe: kein Durchwuchs aus dem Untergrund, keine ausgewaschenen Fugen, nur regelmäßiges Kehren. Die Vorbereitung ist das Entscheidende: saubere, mindestens 3 cm tief ausgeräumte Fugen, eine gut vorgenässte Fläche und eine Temperatur im Bereich des Merkblatts. Danach läuft der Prozess zuverlässig und das Ergebnis hält in der Regel 10-15 Jahre.

Bei Baustoffe Steinbach in Kassel erhalten Sie 2K Epoxidfugenmörtel sowie 1K Polymersand für alle Fugensituationen, wir beraten Sie zur richtigen Produktwahl für Ihren Belag. Jetzt Anfrage stellen.

Für Pflastersteine und den passenden Fugenmörtel, ob 1K oder 2K, sind Sie bei Baustoffe Steinbach in Kassel richtig. Wir beraten Sie gerne zu Ihrem Projekt in Hessen. Mehr zur kompletten Pflasterverlegung finden Sie in unserem Ratgeber: Pflastersteine verlegen oder rufen Sie uns an: 0561 / 52 20 51.

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Häufige Fragen

Normaler Fugensand ist wasserdurchlässig und lässt Unkrautsamen, die vom Wind eingetragen werden, leicht keimen. Moos und Algen siedeln sich durch eingetragene Erde schnell an. Ein reaktiver Fugenmörtel auf Epoxidbasis schließt die Fugen fest und verhindert laut Hersteller den Durchwuchs aus dem Untergrund. Ganz ohne Pflege geht es trotzdem nicht: Samen keimen auch in Laub und Erde, die sich auf der Fuge ablagern.

Die Fugen müssen vollständig von altem Fugensand, Unkraut und Moos befreit werden, am besten mit einem Fugenkratzer, mit dem Hochdruckreiniger nur, wo der Hersteller der Steine ihn zulässt. Räumen Sie die Fugen dabei mindestens 3 cm tief aus. Die gängigen wasseremulgierbaren 2K-Mörtel wie Rompox D1 brauchen anschließend eine vorgenässte Fläche, keine trockene: Nässen Sie Steine und Fugen direkt vor dem Einschlämmen intensiv vor und vermeiden Sie stehendes Wasser in den Fugen. Maßgeblich ist das technische Merkblatt des Herstellers.

Welche Temperatur gilt, steht im technischen Merkblatt des Herstellers: Rompox D1 wird bei 0 bis 30 °C verarbeitet, trendyPOX EP 600 F bei einer Untergrundtemperatur über 5 °C bis höchstens 25 °C. Kälte verlängert die Aushärtung. Die Fläche wird vor dem Verfugen vorgenässt, die frische Fuge schützen Sie aber mindestens 24 Stunden vor Regen.

Ja, Epoxidfugenmörtel eignet sich ideal zur Sanierung bestehender Pflasterflächen. Alten Fugensand und Bewuchs mindestens 3 cm tief entfernen, Fläche reinigen und vornässen, dann den 2K Epoxidfugenmörtel einschlämmen. Kunstharz-Fugenmörtel verhindern laut Hersteller den Durchwuchs aus dem Untergrund; regelmäßiges Kehren bleibt nötig, weil Samen auch in Laub und Erde auf der Fuge keimen.

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