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Drainage verlegen, Anleitung, Material & Aufbau

Material, Aufbau und Tipps, so schützen Sie Ihr Gebäude vor Staunässe und Feuchtigkeit.

· Fachredaktion Baustoffe Steinbach

Kurz gesagt: Heben Sie den Graben entlang der Kellerwand bis zur Fundamentunterkante aus, aber nie tiefer, an der Sohle mindestens 50 cm breit, und verlegen Sie das Rohr mit mindestens 0,5 % Gefälle (Planwert 1 %). Kleiden Sie den Graben mit Filtervlies aus, schütten Sie 10 bis 15 cm Kies 8/16 ein und legen Sie das rundum gelochte Drainrohr DN 100 (Vollsickerrohr) ein. Überdecken Sie das Rohr allseitig mit mindestens 10 cm Kies, schlagen Sie das Vlies ein und setzen Sie an jeder Richtungsänderung einen Revisionsschacht.

Staunässe ist einer der häufigsten Gründe für feuchte Keller und Gebäudeschäden. Eine fachgerecht verlegte Drainage leitet das Wasser gezielt vom Gebäude weg und schützt die Bausubstanz dauerhaft. Welche Materialien Sie brauchen und wie der Aufbau funktioniert, lesen Sie hier.

Rechner: Drainage-Rechner, Materialbedarf für Ihren Graben

Warum ist eine Drainage wichtig?

Nicht jeder Boden kann Regenwasser schnell genug aufnehmen. Besonders bei lehmigen und tonigen Böden, wie sie in Teilen von Kassel und Nordhessen vorkommen, staut sich Wasser an der Hauswand und kann durch Kellerwände eindringen.

Eine Drainage sammelt das Sickerwasser und leitet es über Rohre kontrolliert ab, meist in eine Versickerungsmulde, eine Rigole oder einen Sickerschacht auf dem eigenen Grundstück. In ein Gewässer nur mit wasserrechtlicher Erlaubnis, in den Kanal in Kassel nur ausnahmsweise auf Antrag.

Benötigte Materialien

  • Drainrohr (DN 100 oder DN 150), perforiertes Kunststoffrohr zum Sammeln des Wassers
  • Kies 8/16, gewaschen, als Filterschicht rund um das Drainrohr (bei Gartendrainagen auch 16/32)
  • Filtervlies (Geotextil), verhindert das Einschlämmen von Feinteilen in die Kiespackung
  • Kontrollschächte, an Richtungsänderungen zur Wartung und Spülung
  • Noppenbahn, als zusätzlicher Schutz an der Kellerwand

Aufbau Schritt für Schritt

1. Graben ausheben

Heben Sie entlang der Hauswand einen Graben bis zur Fundamentunterkante aus, aber nie tiefer. Breite an der Sohle: mindestens 50 cm, mit Verbau mindestens 60 cm. Die Rohrsohle liegt am Hochpunkt mindestens 20 cm unter der Oberkante der Rohbodenplatte, der Rohrscheitel nirgends höher als diese Oberkante.

2. Filtervlies auslegen

Kleiden Sie den Graben vollständig mit Filtervlies aus. Das Vlies verhindert, dass Feinteile aus dem umgebenden Erdreich die Kiesschicht zusetzen. Lassen Sie oben genügend Überlappung zum Einschlagen.

3. Kiesbett und Drainrohr

Füllen Sie 10 bis 15 cm Kies 8/16 auf den Grabenboden. Legen Sie darauf das Drainrohr mit einem Gefälle von mindestens 0,5 % (5 mm pro Meter), als Planwert 1 % (10 mm pro Meter). Füllen Sie den Graben dann mit Kies auf, bis das Rohr allseitig mindestens 10 cm mit Kies umgeben ist.

4. Vlies einschlagen und verfüllen

Schlagen Sie das Filtervlies oben über die Kiespackung ein, damit keine Erde eindringen kann. Verfüllen Sie den restlichen Graben mit dem Aushub und verdichten Sie vorsichtig.

5. Kontrollschächte setzen

An jeder Richtungsänderung und mindestens alle 50 m setzen Sie einen Kontrollschacht. Über diesen können Sie die Drainage später spülen und warten.

Wichtige Tipps

  • Verwenden Sie nur gewaschenen Kies, verschmutzter Kies verstopft schneller
  • Das Drainrohr darf nie ohne Gefälle verlegt werden, sonst steht das Wasser im Rohr
  • Leiten Sie die Drainage nicht in den Kanal: In Kassel ist das grundsätzlich unzulässig, eine Ausnahme gibt es nur auf Antrag bei KASSELWASSER
  • Planen Sie einen Revisionsschacht ein, die Drainage muss regelmäßig gespült werden
  • Kombinieren Sie die Drainage mit einer Abdichtung der Kellerwand (Bitumendickbeschichtung, davor eine Noppenbahn als Schutz)

Profi-Tipp: Niemals die Drainage einbauen und dann sofort auffüllen, lassen Sie den Graben erst nach Niederschlag für 30 Minuten ablaufen. So erkennen Sie sofort, ob das Gefälle stimmt und ob das Rohr frei läuft, bevor Sie alles zuschütten.

Regenwasser versickern: Regenwasser versickern lassen, Kiesbett, Rigole oder Sickerschacht richtig planen

Planung: Wann brauchen Sie eine Drainage?

Nicht jedes feuchte Grundstück braucht sofort eine vollständige Drainageanlage. Aber es gibt klare Anzeichen, die darauf hindeuten, dass Sie ohne eine professionelle Entwässerung langfristig Schäden riskieren.

Erkennungszeichen für Handlungsbedarf:

  • Stehendes Wasser nach Regen: Wenn Pfützen auf Rasenflächen oder am Wegesrand länger als 24 Stunden stehen bleiben, ist der Boden wasserundurchlässig, häufig Ton oder Lehm.
  • Feuchter oder nasser Keller: Feuchtflecken an der Innenwand, muffiger Geruch oder sichtbarer Ausblühungen (Kalkränder) sind erste Warnsignale. Dringt Wasser nach Starkregen ein, braucht die Kellerwand dringend eine Außendrainage.
  • Moos- und Algenbildung: Moos auf Belägen, Sockeln oder Rasenrändern zeigt dauerhaft zu hohe Bodenfeuchte an. Das ist kein kosmetisches Problem, darunter fault das Substrat.
  • Auffrieren von Wegen und Terrassen: Pflasterflächen, die im Winter aufreißen oder kippen, leiden meist unter Staunässe im Unterbau. Ein Drainagesystem verhindert, dass Wasser im Bett gefriert und die Tragschicht zerstört.
  • Risse in der Kelleraußenwand: Frostdruck durch eingedrungenene Feuchtigkeit kann langfristig die Bausubstanz schädigen.

Rechtliche Anforderungen in Kassel: Nach § 11 Abs. 5 der Kasseler Abwassersatzung darf Drainagewasser grundsätzlich nicht in den öffentlichen Kanal, Ausnahmen gibt es nur auf Antrag. Üblich ist deshalb die Versickerung auf dem Grundstück. Eine Ausnahme stimmen Sie vor Baubeginn mit KASSELWASSER ab. Ob die Versickerungsanlage angezeigt oder erlaubt werden muss, klärt die Untere Wasser- und Bodenschutzbehörde der Stadt Kassel. Wer gesammeltes Wasser in einen Bach oder ein anderes oberirdisches Gewässer einleitet, braucht in der Regel eine wasserrechtliche Erlaubnis der Unteren Wasserbehörde; außerhalb der Stadt ist die Untere Wasserbehörde des jeweiligen Landkreises zuständig. Eine allgemeine Versickerungspflicht für Regenwasser schreibt die Kasseler Abwassersatzung dagegen nicht vor. Klären Sie das vor dem Einbau, ein nachträgliches Umpumpen ist teuer.

Materialliste, was Sie alles brauchen

Eine Drainage besteht aus wenigen, aber aufeinander abgestimmten Komponenten. Wenn eine davon fehlt oder falsch gewählt ist, arbeitet das System nicht zuverlässig. Hier ist alles, was Sie für eine Laufmeter-Kalkulation brauchen:

Material Menge pro lfd. Meter Tipp
Drainrohr DN 100 (perforiert, PVC) 1 lfd. m Regel für Hausdrainagen nach DIN 4095; DN 150, wenn mehr Wasser anfällt, etwa bei langen Strängen oder Hangwasser
Filterkies / Drainagekies 8/16 mm (im Garten auch 16/32 mm) ca. 0,15 bis 0,20 m³ (ca. 225 bis 300 kg) bei 50 cm Grabenbreite Gewaschen, ohne Feinanteile; kein kantiger Splitt oder Schotter am Rohr
Filtervlies (Geotextil, mind. GRK 2) ca. 1,2-1,5 m² (inkl. Überlappung) Bei Kies 8/16 mindestens GRK 2 (ab 100 g/m²), bei Kies 16/32 oder abgekipptem Kies GRK 3 (ab 150 g/m²); leichteres Vlies kann beim Einbau reißen
Revisionsschacht DN 315 oder DN 400 1 Stück pro Richtungsänderung + alle 30-50 m Unbedingt einplanen, ohne Schacht keine spätere Wartung oder Spülung möglich
KG-Rohr (Vollwandrohr) für den Ablauf je nach Entfernung zum Vorfluter Verbindet den letzten Revisionsschacht mit dem Entwässerungspunkt
Gefälle-Wasserwaage oder Schlauchwaage 1 Stück Nur mit Gefällemessung stellen Sie sicher, dass das Rohr wirklich mindestens 0,5 % Neigung hat, als Planwert 1 %
Schaufel / Minibagger - Ab 60 cm Tiefe und mehr als 15 m Länge lohnt ein Minibagger (Tagesmiete ca. 150-250 €); Gräben tiefer als 1,25 m abböschen oder verbauen (DIN 4124)

Drainrohre, Revisionsschächte und Zubehör sowie Filterkies 8/16 und 16/32 bekommen Sie bei Baustoffe Steinbach: zur Abholung auch in kleinen Mengen, mit Lieferung rund 80 km um Kassel (Kies lose ab 1 Tonne).

Schritt-für-Schritt: Drainage verlegen

Die folgende Anleitung gilt für eine Hausdrainage entlang der Kellerwand (Perimeterdrainage). Für eine Gartendrainage gelten dieselben Grundprinzipien, aber geringere Tiefen, dazu mehr im Abschnitt weiter unten.

  1. Entwässerungspunkt und Trasse planen. Legen Sie zuerst fest, wo das Wasser am Ende hinläuft, in eine Versickerungsmulde, eine Rigole oder einen Sickerschacht; in den Kanal darf Drainagewasser in Kassel nur ausnahmsweise auf Antrag. Markieren Sie die Trassenführung mit Schnur oder Sprühfarbe. Prüfen Sie, ob Versorgungsleitungen (Gas, Strom, Wasser) im Weg liegen, im Zweifel beim Netzbetreiber anfragen oder eine Leitungsauskunft einholen.
  2. Graben ausheben. Breite an der Sohle: mindestens 50 cm, mit Verbau mindestens 60 cm. Tiefe: bis zur Fundamentunterkante, aber nie tiefer; wie tief das ist, bestimmt die Höhe Ihrer Bodenplatte. Bei einem bestehenden Haus heben Sie am Stück nur bis 50 cm über der Fundamentsohle aus (DIN 4123), tiefer nur abschnittsweise und nach Rücksprache mit einem Statiker. Gräben tiefer als 1,25 m dürfen keine senkrechten Wände haben, sie müssen abgeböscht oder verbaut werden (DIN 4124); bei einem Keller ist das fast immer der Fall und damit Arbeit für den Fachbetrieb. Das Mindestgefälle beträgt 0,5 % (5 mm pro Meter) nach DIN 4095; planen Sie 1 % (10 mm pro Meter), weil Verlegetoleranzen sonst unter das Minimum fallen. Messen Sie das mit einer Gefälle-Wasserwaage oder einem Schlauch mit Wasser. Schreiben Sie sich den Höhenunterschied pro Meter auf, dieser Wert entscheidet über alles.
  3. Filtervlies auslegen. Legen Sie das Geotextil so in den Graben, dass es an beiden Seiten mind. 30 cm übersteht. Das Vlies muss an den Wandungen anliegen, damit keine Erde von der Seite in die Kiespackung eindringen kann. Überlappungen beim Stoßen: mind. 20 cm.
  4. Kies einschütten (1. Lage, 10 bis 15 cm). Schütten Sie eine erste Schicht Kies 8/16 von 10 bis 15 cm auf die Vliesunterlage. Verteilen Sie den Kies gleichmäßig und drücken Sie ihn leicht an, nicht stampfen, sonst verändert sich das Gefälle. Kontrollieren Sie das Gefälle nochmals mit der Wasserwaage.
  5. Drainrohr verlegen. Legen Sie das perforierte Drainrohr auf die Kiesschicht und verlegen Sie es vom Tiefpunkt aus; die Muffen zeigen gegen die Fließrichtung (bergauf). Rundum gelochte Drainagerohre (Vollsickerrohre) können Sie in jeder Lage verlegen. Bei einem teilgelochten Rohr (Teilsickerrohr) gehört die geschlossene Sohle nach unten, die Schlitze liegen darüber; richten Sie das Rohr nach der Scheitelmarkierung des Herstellers aus. Rohr mit Steckmuffe montieren und sicherstellen, dass jede Verbindung dicht ist.
  6. Revisionsschacht setzen. An jedem Richtungswechsel und mindestens alle 30-50 m einen Revisionsschacht einbauen. Den Schacht auf das Drainrohr aufstecken, senkrecht ausrichten (Wasserwaage), mit Kies stabilisieren. Der Schachtdeckel bleibt zugänglich, nicht überfahren lassen, wenn kein Schachtrahmen für Belastung ausgelegt ist.
  7. Kies auffüllen und Vlies umschlagen. Füllen Sie weiteren Filterkies ein, bis das Drainrohr ringsum mit mindestens 10 cm Kies bedeckt ist. Dann schlagen Sie die überstehenden Vliesränder von beiden Seiten über den Kies, erst rechts, dann links, wie ein Paket. Die Naht zeigt nach oben. So ist die gesamte Kiespackung im Vlies eingeschlagen und Erde kann nicht von oben einrieseln.
  8. Graben verfüllen und verdichten. Füllen Sie den restlichen Graben mit dem Aushub wieder auf, bei bindigem Boden schichtweise in 20-cm-Lagen und leicht verdichten. Nicht zu stark stampfen, damit das Drainrohr nicht verformt wird. Abschließend die Oberfläche planieren und ggf. Rasen einsäen oder Belag neu setzen.

Praxis-Tipp: Lassen Sie den Graben nach dem Rohr-Einlegen erst bei Regen oder mit dem Gartenschlauch ablaufen. Wenn Wasser zügig am Auslauf erscheint, stimmt das Gefälle. Erst dann zuschütten, das spart teure Nacharbeiten.

Häufige Fehler beim Drainage verlegen

Die meisten Drainage-Probleme entstehen nicht durch schlechtes Material, sondern durch handwerkliche Fehler beim Einbau. Diese fünf Fehler sehen wir am häufigsten:

  • Zu wenig Gefälle. Das ist der häufigste Fehler überhaupt. Das Minimum nach DIN 4095 sind 0,5 % (5 mm pro Meter). Wer genau auf dieses Minimum plant, landet durch Verlegetoleranzen schnell darunter, und dann steht das Wasser im Rohr. Planen Sie deshalb 1 % (10 mm pro Meter). Ohne Gefällemessung vor dem Verfüllen ist das pures Glücksspiel.
  • Filtervlies vergessen oder falsch verlegt. Wer auf das Geotextil verzichtet, hat nach 5-10 Jahren eine verstopfte Kiespackung. Auch ein zu leichtes Vlies (unter GRK 2, also unter 100 g/m²) oder fehlende Überlappungen an Stößen lassen Feinteile durch. Sparen Sie nicht am Vlies, es ist das günstigste Bauteil und das wichtigste.
  • Falsche Körnung: Splitt, Schotter oder Feinkies. Um das Drainrohr gehört gewaschener, gerundeter Kies 8/16 (Regelausführung nach DIN 4095), bei Gartendrainagen auch 16/32. Feinkies 2/8 ist für die Rohrpackung zu fein, solange kein Fachplaner die Schlitzweite des Rohrs darauf abgestimmt hat. Kantiger Splitt, Schotter oder RC-Schotter gehört nicht an das Rohr: Er setzt sich unterschiedlich ab und kann das Rohr mechanisch beschädigen. Normaler Boden- oder Baukies mit Feinanteilen verstopft die Packung innerhalb weniger Regenperioden.
  • Kein Revisionsschacht. Eine Drainage ohne Kontrollschacht ist nicht wartbar. Wenn das Rohr nach Jahren durch Wurzeln oder Feinteile zuwächst, müssen Sie ohne Schacht aufgraben, mit Schacht können Sie einfach spülen. Setzen Sie mindestens einen Schacht am Endpunkt, besser an jeder Ecke.
  • Entwässerungspunkt nicht genehmigt. Wer das Drainagewasser in den Straßengraben oder die Kanalisation einleitet, ohne das vorher zu klären, riskiert eine Nachforderung durch die Stadt oder den Netzbetreiber. In Kassel gilt: Drainagewasser darf grundsätzlich nicht in den Kanal, üblich ist die Versickerung auf dem Grundstück. Eine Ausnahme für den Kanal stimmen Sie vor Baubeginn mit KASSELWASSER ab, die Einleitung in ein Gewässer braucht eine Erlaubnis der Unteren Wasserbehörde.

Drainage am Haus vs. Drainage im Garten, der Unterschied

Hausdrainage (Perimeterdrainage): Diese Drainage schützt die Kellerwand und muss nach DIN 4095 geplant und ausgeführt werden. Das Drainrohr liegt neben dem Fundament. Die Rohrsohle liegt am Hochpunkt mindestens 20 cm unter der Oberkante der Rohbodenplatte, und der Rohrscheitel liegt nirgends höher als diese Oberkante. Der Graben reicht nie tiefer als die Fundamentsohle. Bei einem bestehenden Haus heben Sie am Stück nur bis 50 cm über der Fundamentsohle aus (DIN 4123); tiefer nur abschnittsweise und nach Rücksprache mit einem Statiker. Wie tief das Rohr liegt, bestimmt also die Höhe Ihrer Bodenplatte, kein fester Zentimeterwert. Bei einem Keller ist der Graben meist tiefer als 1,25 m, und ab dieser Tiefe verlangt DIN 4124 eine Böschung oder einen Verbau. Ohne korrekte Kellerabdichtung (Bitumendickbeschichtung, davor eine Noppenbahn als Schutz) wirkt die Drainage allein nicht zuverlässig, beides gehört zusammen. Die Drainage soll verhindern, dass sich Sickerwasser vor der Kellerwand aufstaut, etwa in schlecht durchlässigem Lehmboden oder bei zulaufendem Hangwasser. Gegen Grundwasser hilft sie nicht: Steigt das Grundwasser auch nur zeitweise bis an den Keller, braucht das Gebäude eine Abdichtung gegen drückendes Wasser oder eine Konstruktion aus WU-Beton (weiße Wanne), geplant vom Fachplaner. Grundwasser dauerhaft abzuleiten ist außerdem eine Gewässerbenutzung, für die eine wasserrechtliche Erlaubnis nötig ist.

Gartendrainage: Im Garten geht es meist um die Ableitung von Oberflächenwasser und die Verbesserung der Bodenstruktur für Rasen oder Beete. Hier liegt das Drainrohr deutlich flacher: rund 40 bis 60 cm unter Gelände reichen meist aus. Der Graben ist dafür 50 bis 70 cm tief und 30 bis 40 cm breit, weil das Rohr auf einem Kiesbett liegt. Es gibt keine Pflicht zur DIN 4095, aber die DIN 1986 (Grundstücksentwässerungsanlagen) und die Abwassersatzung der Stadt Kassel gelten weiterhin. Das Drainagewasser leiten Sie in eine Versickerungsmulde oder Rigole auf dem eigenen Grundstück, denn in den öffentlichen Kanal darf es im Stadtgebiet Kassel nach § 11 Abs. 5 der Abwassersatzung grundsätzlich nicht. Ob die Versickerungsanlage angezeigt oder erlaubt werden muss, klärt die Untere Wasser- und Bodenschutzbehörde.

Drainage verlegen: Kosten und Material von Steinbach

Die Materialkosten für eine Hausdrainage mit 20 laufenden Metern liegen nach unseren Listenpreisen grob 990 bis 1.440 € brutto (rund 830 bis 1.210 € netto), abhängig von Kiesmenge und Zahl der Revisionsschächte: 4,5 bis 6 t gewaschener Kies 8/16 nach DIN 4095 (Listenpreis 138,49 € je t inkl. MwSt., 116,38 € netto) machen den größten Teil aus, dazu 20 m Drainrohr DN 100, 24 bis 30 m² Filtervlies GRK 2 und ein bis zwei Revisionsschächte DN 315. Hinzu kommen Aushubkosten, die je nach Gerät und Bodenbeschaffenheit variieren.

Bei Baustoffe Steinbach in Kassel bekommen Sie alle Materialien für Ihre Drainage aus einer Hand:

  • Filterkies 8/16 und 16/32, gewaschen, lose oder in Säcken, Lieferung auf die Baustelle rund 80 km um Kassel, Lieferkosten je nach Zone
  • Drainrohre DN 100 / DN 150, perforiert, inkl. Muffen, Winkel und Revisionsschächte
  • Filtervlies (Geotextil), in verschiedenen Breiten auf Rolle
  • KG-Rohre für den Ablaufanschluss

Wir beraten Sie auch zur Menge, geben Sie uns einfach die Grabenabmessungen und wir rechnen den Bedarf durch. Jetzt Materialien anfragen, wir melden uns in der Regel innerhalb von 24 Stunden an Werktagen.

Fazit: Drainage verlegen, Planung schützt Jahrzehnte

Eine funktionierende Drainage ist mehr Planungsaufgabe als Handwerksarbeit: Das richtige Gefälle, das passende Vlies, die korrekte Kiesgröße und ein definierter Ablauf, wer das von Anfang an richtig umsetzt, schafft einen Entwässerungskanal, der zuverlässig arbeitet.

Drainagekies, Drainrohre und Filtervlies liefert Baustoffe Steinbach direkt auf Ihre Baustelle, rund 80 km um Kassel, darüber hinaus deutschlandweit auf Anfrage. Jetzt Menge anfragen.

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Häufige Fragen

Für Hausdrainagen ist DN 100 (10 cm Durchmesser) die Regel nach DIN 4095. DN 150 nehmen Sie, wenn mehr Wasser anfällt, etwa bei langen Strängen oder Hangwasser. Ein größeres Rohr ersetzt kein Gefälle: Unter 0,5 % wird nicht verlegt. Perforierte Rohre aus PVC sind günstig und dauerhaft.

Für das Material einer Hausdrainage mit 30 laufenden Metern (rund 7 bis 9 t Kies 8/16, 30 m Drainrohr DN 100, 36 bis 45 m² Filtervlies und ein bis zwei Revisionsschächte) rechnen Sie nach unseren Listenpreisen mit rund 1.360 bis 1.930 € brutto (rund 1.140 bis 1.620 € netto). Dazu kommen Kosten für Aushub und Verlegung durch einen Betrieb.

Ja, das Filtervlies ist wichtig. Es hält Feinerde aus dem Kies fern und verhindert, dass das System mit der Zeit zusetzt. Schlagen Sie das Vlies um die gesamte Kiespackung mit dem Rohr darin ein, nicht eng um das Rohr allein.

Als Richtwert gilt: 10 bis 15 cm Kies unter dem Rohr und mindestens 10 cm Kies seitlich und darüber, die ganze Packung in Filtervlies eingeschlagen. Drainagekies wiegt lose 1,5 t/m³. Bei 50 cm Grabenbreite sind das rund 0,15 bis 0,20 m³ Drainagekies je laufenden Meter (ca. 225 bis 300 kg). Für 30 m Hausdrainage benötigen Sie also ca. 4,5 bis 6 m³ Drainagekies (ca. 7 bis 9 t). Wir liefern Drainagekies lose ab 1 Tonne direkt auf die Baustelle (Lieferkosten je nach Zone).

In Kassel ist die Einleitung von Drainagewasser in die öffentliche Kanalisation grundsätzlich unzulässig, Ausnahmen gibt es nur auf Antrag. Erste Wahl ist die Versickerung auf dem Grundstück über Sickerschacht oder Rigole, abgestimmt mit KASSELWASSER und der Unteren Wasser- und Bodenschutzbehörde. Setzen Sie die Anlage mit mehr als 6 m Abstand zum Gebäude in gewachsenen Boden, nie in die verfüllte Baugrube. Weitere Planung zu Drainage am Haus erklärt unser Artikel Drainage am Haus & Garten anlegen.

Bei der Hausdrainage bestimmt die Höhe der Bodenplatte die Tiefe, kein fester Zentimeterwert: Die Rohrsohle liegt am Hochpunkt mindestens 20 cm unter der Oberkante der Rohbodenplatte, der Rohrscheitel nirgends höher als diese Oberkante, und der Graben reicht nie tiefer als die Fundamentsohle. Bei der Gartendrainage liegt das Rohr rund 40 bis 60 cm unter Gelände. Die Rohre brauchen mindestens 0,5 % Gefälle (Planwert 1 %), damit Wasser selbst abfließt. Bei einem Keller ist der Graben meist tiefer als 1,25 m, und ab dieser Tiefe verlangt DIN 4124 eine Böschung oder einen Verbau; berücksichtigen Sie das bei der Planung der Drainagerohre DN 100/150.

Material für Ihr Projekt, geliefert in Nordhessen

Das Material für diese Anleitung liefern wir aus Kassel in die ganze Region, ab 1 Tonne und bis 25 Tonnen in einer Fuhre.

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